Kaleidoskop Worpswede

Jörg van den Berg, künstlerischer Leiter von »Kaleidoskop Worpswede«, im Moor, Foto: Jost Wischnewski, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Jörg van den Berg, künstlerischer Leiter von »Kaleidoskop Worpswede«, im Moor, Foto: Jost Wischnewski, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Es war der Traum vieler Worpsweder Künstler, Kunst, Landschaft und Leben miteinander zu vereinen. Mit der Gründung der Künstlerkolonie im Jahr 1889 schufen sie den »Mythos Worpswede« und gaben dem Dorf im Teufelsmoor eine ganz neue Identität, die bis heute weiterwirkt. Anlässlich des 800-jährigen Ortsjubiläums erkunden die vier Worpsweder Museen in der großen Gemeinschaftsausstellung »Kaleidoskop Worpswede«, wie die Kunst diesen Ort geprägt und verändert hat. Hierfür haben die Museen den Kurator Jörg van den Berg als neuen Künstlerischen Leiter eingeladen, der einen frischen Blick von außen mitbringt: »Worpswede als Ort ist einzigartig, nicht nur in Deutschland: Wo sonst gibt es eine 5000-Einwohner-Ortschaft mit einer eigenen Museumslandschaft und einer eigenen Kunstgeschichte? Als Gast von außen realisiert man diese Besonderheit zwischen Dorf, Kunst und Natur unmittelbar. Als Kunstwissenschaftler weiß man um die geistigen Dimensionen, die dieser Ort in sich trägt und begreift diese als großes Potenzial. Dieses Potenzial [anders] wahrzunehmen und für die Gäste [anders] wahrnehmbar zu machen, ist mein Ziel für das Projekt »Kaleidoskop Worpswede«. Es geht für mich darum, eingefahrene Sichtweisen aufzubrechen und produktiv zu irritieren. Ich möchte respektvoll und aus der Geschichte der Kolonie lernend, die Worpsweder und deren Gäste einladen, den zu lange praktizierten, eindimensionalen Blick zurück umzuwenden in eine aktuelle Auseinandersetzung mit dem Heute und – bestenfalls – zu öffnen für einen kritischen Diskurs über Zukunft.«

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