Projekte im Aussenraum

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Äpfel auf dem Barkenhoff, Foto: © Worpsweder Museumsverbund

Antje Majewski und Paweł Freisler

Als Heinrich Vogeler nach dem Ende des ersten Weltkriegs auf seinen Barkenhoff zurückkehrte, hatte der einstige Mitbegründer der Künstlerkolonie nicht nur politisch, sondern auch künstlerisch einen Wandel durchlebt. Die Ära des Jugendstils war vorüber. Seine Jugendstilvilla öffnete er für eine Kommune im Sinne einer Lebens- und Arbeitsgemeinschaft und der einst so lustvolle Künstlergarten musste einem Kartoffelacker, Tomatenterrassen und Streuobstwiesen weichen. Apfelbäume schmückten fortan das Gelände. Landschaftsbau und Ökologie zählten zu den neuen Interessen des einstigen Jugendstilkünstlers. Heute lässt sich diese große Umbruchzeit auf dem Barkenhoff nur noch erahnen. Der Künstlergarten wurde aufwendig rekonstruiert – ein großer Apfelbaum empfängt die Besucher […]

Antje Majewski auf der Barkenhoff-Treppe, Foto: © Worpsweder Museumsverbund

Paten für Apfelbäume gesucht!

Wussten Sie, dass es rund 11.000 Apfelsorten gibt? Der Handel vertreibt heutzutage nur noch sehr wenige Sorten, die sich durchgesetzt haben. Doch wissen Sie, woher unser Apfel eigentlich stammt? Äpfel stammen ursprünglich aus Kasachstan vom Asiatischen Wildapfel (dem Malus sieversii) ab – der Mutter aller Äpfel, wenn man so will. Einen Wurm im Apfel findet man heutzutage höchstens noch im eigenen Garten. Doch welchen Preis zahlen wir eigentlich für unser makelloses Obst? Sogar Bioäpfel werden bis zu 30 Mal gespritzt. Durch die Überzüchtung der Apfelsorten und die Vernachlässigung älterer weniger süß schmeckender Sorten, fehlen dem Lieblingsobst der Deutschen nicht nur […]

UNERFORSCHT. Das Bienenhaus

»Kennen Sie das Bienenhaus von Heinrich Vogeler?« Mit dieser Frage wurden die Besucher des Barkenhoff Ende August 2016 konfrontiert. Unter dem Motto »Unerforscht« fand dort ein dreitägiges Kurzfilmseminar zum ehemaligen Bienenhaus statt. 18 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren haben sich anhand verschiedener Fragestellungen mit dem heute nicht mehr existierenden Bau intensiv auseinandergesetzt. Ausgerüstet mit iPads und Dokumentationskameras drehten sie mehrere Kurzfilme, die sich dem 2 x 3 m großen Rückzugsort widmen, an dem Heinrich Vogeler kurzzeitig von 1921-23 auf dem Gelände des heutigen Museums lebte. Das winzige Häuschen, an das mehrere Bienenkörbe angrenzten, stand auf […]