Kaleidoskop Worpswede

7 Beiträge

»Worpsweder Nebenwege«

Mythen erweisen sich als äußerst beständig. Weder sozialer Wandel noch technischer Fortschritt kann ihnen etwas anhaben. So verhält es sich auch mit dem »Mythos Worpswede«. Die Bilder und Erzählungen vom Ort, seinen Mooren, seinem Klima, seiner Siedlungsgeschichte, seinen Bauten, seiner Künstlerinnen und Künstler haben sich zu einem feinen Gewebe verdichtet, dessen genaue Struktur und Kontur keiner kennt. Die »Worpsweder Nebenwege« fragen: Was hat es mit diesem Mythos auf sich? Zu welchen Vorstellungen und Hoffnungen gibt er Anlass? Welchen Einfluss hat er auf unsere Wahrnehmung? Wie verhält sich ein aufgeklärtes modernes Wesen gegenüber dem Mythos? Diese und ähnliche Fragen stellten sich […]

Hollywood dreht achten Teil der Transformers-Serie in Worpswede!

Das könnte man meinen, wenn man der Tage über unseren beschaulichen Dorfplatz schlendert – Vor allem, wenn man dabei war, als das »Cocobello«  auf dem Schwertransporter anrollte und sich von Zauberhand entfaltete, anwuchs und von da an jeden Blick in der Bergstraße einfing. Das »Cocobello« ist eine mobile Ausstellungsarchitektur des Münchener Künstlers Peter Haimerl. In seinem Inneren finden die Fotografien des Worpsweder Künstlers Rüdiger Lubricht unter dem Titel »Bilder eine Dorfes (heute) – Worpswede 2018« Platz. Warum das »Cocobello«in Wopswede gastiert Als Teil von »Kaleidoskop Worpswede« nimmt der Blickfang in der Bergstraße eine wichtige Funktion ein. Im Untertitel zur Ausstellung heißt es: […]

Jörg van den Berg und Tilo Schulz auf dem Dach der Rotunde der Großen Kunstschau, Foto: © Worpsweder Museumsverbund

Grußwort von Jörg van den Berg

Kaleidoskop Worpswede Jörg van den Berg Künstlerischer Leiter »Kaleidoskop Worpswede« www.kaleidoskopworpswede.de Liebe Leserinnen und Leser, anlässlich der 800-Jahr-Feier der Ortschaft Worpswede im Jahr 2018 möchten wir, die Worpsweder Museen, Sie einladen, Ihren Blick auf den »Mythos Worpswede« einer Revision zu unterziehen und die über lange Zeit allzu verfestigten Sichtweisen auf eine vergangene Worpsweder Zeit aufzubrechen. Das vielschichtige Ausstellungsprojekt »Kaleidoskop Worpswede. Kunstwerk, Landschaft, Lebensort« richtet seinen Fokus nicht zurück in die Vergangenheit, sondern in Richtung Zukunft. Mit Peter Handke könnte man diesem Versuch das Motto geben: »Was war, ist jetzt.« Worpswede als Ort ist in mancher Hinsicht einzigartig, nicht nur in […]

Äpfel auf dem Barkenhoff, Foto: © Worpsweder Museumsverbund

Antje Majewski und Paweł Freisler

Als Heinrich Vogeler nach dem Ende des ersten Weltkriegs auf seinen Barkenhoff zurückkehrte, hatte der einstige Mitbegründer der Künstlerkolonie nicht nur politisch, sondern auch künstlerisch einen Wandel durchlebt. Die Ära des Jugendstils war vorüber. Seine Jugendstilvilla öffnete er für eine Kommune im Sinne einer Lebens- und Arbeitsgemeinschaft und der einst so lustvolle Künstlergarten musste einem Kartoffelacker, Tomatenterrassen und Streuobstwiesen weichen. Apfelbäume schmückten fortan das Gelände. Landschaftsbau und Ökologie zählten zu den neuen Interessen des einstigen Jugendstilkünstlers. Heute lässt sich diese große Umbruchzeit auf dem Barkenhoff nur noch erahnen. Der Künstlergarten wurde aufwendig rekonstruiert – ein großer Apfelbaum empfängt die Besucher […]

Jörg van den Berg, künstlerischer Leiter von »Kaleidoskop Worpswede«, im Moor, Foto: Jost Wischnewski, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Kaleidoskop Worpswede

Es war der Traum vieler Worpsweder Künstler, Kunst, Landschaft und Leben miteinander zu vereinen. Mit der Gründung der Künstlerkolonie im Jahr 1889 schufen sie den »Mythos Worpswede« und gaben dem Dorf im Teufelsmoor eine ganz neue Identität, die bis heute weiterwirkt. Anlässlich des 800-jährigen Ortsjubiläums erkunden die vier Worpsweder Museen in der großen Gemeinschaftsausstellung »Kaleidoskop Worpswede«, wie die Kunst diesen Ort geprägt und verändert hat. Hierfür haben die Museen den Kurator Jörg van den Berg als neuen Künstlerischen Leiter eingeladen, der einen frischen Blick von außen mitbringt: »Worpswede als Ort ist einzigartig, nicht nur in Deutschland: Wo sonst gibt es […]

Antje Majewski auf der Barkenhoff-Treppe, Foto: © Worpsweder Museumsverbund

Paten für Apfelbäume gesucht!

Wussten Sie, dass es rund 11.000 Apfelsorten gibt? Der Handel vertreibt heutzutage nur noch sehr wenige Sorten, die sich durchgesetzt haben. Doch wissen Sie, woher unser Apfel eigentlich stammt? Äpfel stammen ursprünglich aus Kasachstan vom Asiatischen Wildapfel (dem Malus sieversii) ab – der Mutter aller Äpfel, wenn man so will. Einen Wurm im Apfel findet man heutzutage höchstens noch im eigenen Garten. Doch welchen Preis zahlen wir eigentlich für unser makelloses Obst? Sogar Bioäpfel werden bis zu 30 Mal gespritzt. Durch die Überzüchtung der Apfelsorten und die Vernachlässigung älterer weniger süß schmeckender Sorten, fehlen dem Lieblingsobst der Deutschen nicht nur […]

UNERFORSCHT. Das Bienenhaus

»Kennen Sie das Bienenhaus von Heinrich Vogeler?« Mit dieser Frage wurden die Besucher des Barkenhoff Ende August 2016 konfrontiert. Unter dem Motto »Unerforscht« fand dort ein dreitägiges Kurzfilmseminar zum ehemaligen Bienenhaus statt. 18 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren haben sich anhand verschiedener Fragestellungen mit dem heute nicht mehr existierenden Bau intensiv auseinandergesetzt. Ausgerüstet mit iPads und Dokumentationskameras drehten sie mehrere Kurzfilme, die sich dem 2 x 3 m großen Rückzugsort widmen, an dem Heinrich Vogeler kurzzeitig von 1921-23 auf dem Gelände des heutigen Museums lebte. Das winzige Häuschen, an das mehrere Bienenkörbe angrenzten, stand auf […]