»[anders] leben«: Streetart in Worpswede

Der Streetartkünstler Patrick Przewloka und die Projektmanagerin Gesa Jürß vor der Worpsweder Kunsthalle, Foto: Worpsweder Museumsverbund

»[anders] leben« lautet das Motto in der Worpsweder Kunsthalle. Der Fokus der Ausstellungsstation liegt dabei auf der Zukunft Worpswedes. Wo im Künstlerdorf hängen eigentlich die Jugendlichen ab? Gibt es überhaupt spezielle Orte für junge Leute? Antworten darauf liefert einer von insgesamt 13 Nebenwegen der RWTH Aachen. Die Architekturstudentin Paula Zacharias hat zum Thema »Jugenddorf Worpswede« geforscht: Zu den Hotspots gehört – neben der Eisdiele – auch der Innenhof zwischen der Kunsthalle und der Tourist-Information. Klare Pluspunkte: Sitzgelegenheiten und freies Wlan! Diesem Platz haben wir unsere Aufmerksamkeit gewidmet. Wir wollten Bildung & Vermittlung mal [anders] denken.

Eine Biene als neues Wahrzeichen für Worpswede?

Jeder Bremer kennt ihn oder zumindest eines seiner Werke. Ob das Chamäleon als Wahrzeichen des Bremer Viertels oder der sitzende Loriot in den Wallanlagen: Patrick Przewloka ist ein Virtuose an der Dose. Wir freuen uns, den Streetartkünstler für »Kaleidoskop Worpswede« gewonnen zu haben. Passend zu den Bienenhäusern von Olaf Nicolai ziert nun eine riesige Biene die Backsteinwand der Kunsthalle in Richtung Philine-Vogeler-Haus. Für alle, die jetzt protestierend aufschreien: Von unseren vier Museen ist die Kunsthalle das einzige nicht denkmalgeschützte Gebäude. Wir haben die Backsteinwand zuvor mit einer Wachslösung behandeln lassen, sodass die Arbeit bei Bedarf wieder komplett entfernt werden kann.

Foto: Worpsweder Museumsverbund

Foto: Worpsweder Museumsverbund

Wir wollen eine ganze Wand voll mit Bienen!

Was im ersten Moment nach Größenwahn klingt, entpuppt sich als temporäres Streetartprojekt zum Mitmachen für Jung und Alt. Zusammen mit den Graffitikünstlern Julian Rodermund und Jérôme Ehlers hat im Rahmen des Eröffnungswochenendes am 24. Juni 2018 eine Paste-Up-Aktion zur Honigbiene stattgefunden. Temporär? Genau, die Arbeiten sind reversibel und lassen sich bei Bedarf rückstandslos vom Backstein entfernen. Paste-Ups sind Zeichnungen auf Papier, die normalerweise mit einem bombenfesten Spezialkleister aus Mehl an die Wand tapeziert werden. Für unser Projekt haben wir kindgerechten, wasserlöslichen Tapetenkleister verwendet. Die empfindlichen Papierarbeiten sollen sich nach und nach auflösen und somit auf die Vergänglichkeit und das Insektensterben hinweisen.

Wir haben uns riesig gefreut, dass die Aktion spontan von unserem Kooperationspartner BRIGG e.V. zusammen mit den Kindern und Jugendlichen aus dem Schulmeiderprojekt erweitert wurde. Danke dafür!

Fragen, die uns beschäftigen…

Wir haben sehr unterschiedliche Vermittlungsprojekte im Rahmen von »Kaleidoskop Worpswede« umgesetzt. Über die Kooperation mit BRIGG e.V. werden wir noch berichten. Doch obwohl die Orte der Jugend aufgespürt wurden, gestaltete es sich äußerst schwierig, unsere eigentliche Zielgruppe (Worpsweder zwischen 14-18 Jahre) zu erreichen. Im Bereich der Vermittlung möchten wir weiterhin am Thema Streetart dranbleiben. Falls Du zwischen 14-18 Jahre (oder ein bisschen jünger) sein solltest, im Landkreis Osterholz wohnst und Lust auf Streetart hast, freuen wir uns über einen Kontakt unter juerss@worpswede-museen.de für zukünftige Aktionen.

Alle Vermittlungsprojekte des Worpsweder Museumsverbunds im Rahmen von »Kaleidoskop Worpswede« laufen unter der gemeinsamen Dachmarke »JiM: Jung im Museum«.

[Ein Beitrag von Gesa Jürß]

Paste-Up an der Worpsweder Kunsthalle, Foto: Worpsweder Museumsverbund

 

 

 

 

 

 

Bienen-Paste-Ups an der Worpsweder Kunsthalle, Foto: Worpsweder Museumsverbund
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